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Ratgeber

Heizkessel: Typen erkennen und richtig austauschen.

Konstanttemperatur-, Niedertemperatur- und Brennwertkessel im Vergleich: Woran Sie erkennen, was in Ihrem Keller steht, wann der Austausch ansteht und welche Alternativen es gibt.

EST Gebäudetechnik1 Min. Lesezeit
Heizkessel: Typen erkennen und richtig austauschen

Im Keller steht ein Kessel, aber welcher? Die Antwort entscheidet darüber, wie viel Energie ungenutzt durch den Schornstein geht — und wie dringend ein Austausch ist. Drei Bauarten sind im Bestand verbreitet.

Die drei Kesseltypen

  • Konstanttemperaturkessel: hält das Kesselwasser ganzjährig auf hohem Niveau, unabhängig vom Wärmebedarf. Hohe Bereitschaftsverluste, meist Baujahre vor 1990.
  • Niedertemperaturkessel: fährt die Kesseltemperatur witterungsgeführt herunter. Deutlich besser, nutzt aber die Abgaswärme nicht.
  • Brennwertkessel: kondensiert den Wasserdampf im Abgas und gewinnt zusätzliche Wärme. Details dazu im Beitrag zur Brennwerttechnik.

So erkennen Sie Ihren Kessel

Prüfen Sie das Typenschild mit Baujahr und Leistung sowie die Abgasleitung: Ein Kunststoffrohr im Schornstein und ein Kondensatablauf mit Siphon sprechen für Brennwerttechnik. Fehlt beides und wird der Kessel dauerhaft heiß, handelt es sich meist um ein älteres Gerät. Auch das Schornsteinfegerprotokoll gibt Auskunft.

Wann der Austausch ansteht

  • Alter über 20 Jahre oder häufige Störungen
  • Ersatzteile nur noch schwer verfügbar
  • deutlich überdimensionierte Leistung im Verhältnis zur Heizlast
  • anstehende Sanierung, bei der ohnehin an der Anlage gearbeitet wird

Wichtig: Vor dem Tausch gehört die Heizlast berechnet. Viele Altanlagen sind doppelt so groß ausgelegt wie nötig — ein neuer Kessel darf diesen Fehler nicht wiederholen.

Häufige Fragen

Muss ich den alten Kessel austauschen?

Für bestimmte alte Konstanttemperaturkessel bestehen Austauschpflichten mit Ausnahmen für selbst genutztes Wohneigentum. Der Schornsteinfeger weist im Rahmen der Feuerstättenschau darauf hin.

Neuer Kessel oder Wärmepumpe?

Das entscheidet die erreichbare Vorlauftemperatur, nicht das Baujahr des Hauses. Wir prüfen anhand von Heizlast und Heizflächen, was für Ihr Gebäude trägt — eine Übersicht bietet der Beitrag zu den Heizungsarten.

Wie lange dauert ein Kesseltausch?

Bei gleichem Brennstoff und passender Abgassituation meist ein bis zwei Tage. Wechseln Sie das System, kommen Vorarbeiten hinzu.

Reicht ein Kesseltausch für niedrige Kosten?

Nicht allein. Erst mit angepasster Heizkurve und hydraulischem Abgleich zeigt sich der volle Effekt.

Wir tauschen Heizkessel im Raum Fürstenfeldbruck — nach Heizlastberechnung, mit Prüfung der Abgassituation und ehrlicher Einordnung möglicher Alternativen.

Frage zum Thema?

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