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Ratgeber

Fernwärme: Anschluss, Übergabestation und Kosten.

Wie Fernwärme ins Haus kommt, was die Übergabestation macht, welche Kosten anfallen, wie die Abrechnung funktioniert und wann sich der Anschluss gegenüber einer Wärmepumpe lohnt.

EST Gebäudetechnik1 Min. Lesezeit
Fernwärme: Anschluss, Übergabestation und Kosten

Fernwärme kommt fertig erzeugt ins Haus: Ein Netz liefert heißes Wasser, das Gebäude entnimmt daraus Wärme. Kein Brenner, kein Schornstein, kein Brennstofflager — dafür eine langfristige Bindung an einen Versorger.

Was im Haus steht

Statt eines Kessels sitzt eine Übergabestation im Technikraum. Kernstück ist ein Wärmetauscher, der die Netzwärme auf den Heizkreis des Gebäudes überträgt, ohne dass sich die Wasserkreise mischen. Dazu kommen Regelung, Absperrarmaturen, Schmutzfänger und der Wärmemengenzähler des Versorgers. Der Platzbedarf ist deutlich geringer als bei einem Heizkessel.

Diese Kosten fallen an

  • Hausanschluss: einmalig für Leitung, Mauerdurchführung und Station.
  • Grundpreis: jährlich, abhängig von der bestellten Anschlussleistung.
  • Arbeitspreis: nach tatsächlich bezogenen Kilowattstunden.
  • Messung und Wartung: meist über den Versorger abgedeckt.

Weil der Grundpreis an der Anschlussleistung hängt, lohnt es sich, diese nicht zu großzügig zu bestellen — Grundlage sollte eine Heizlastberechnung sein, nicht der alte Kessel.

Vorteile und Nachteile

Für Fernwärme sprechen Platzersparnis, entfallende Schornsteinfegerkosten, geringer Wartungsaufwand und lange Lebensdauer der Station. Dagegen stehen die fehlende Anbieterwahl, Preisanpassungen nach Vertragsformel und lange Vertragslaufzeiten. Ein Vergleich mit einer Wärmepumpe sollte daher immer über die gesamte Nutzungsdauer erfolgen.

Häufige Fragen

Kann ich überall Fernwärme bekommen?

Nein, nur wo ein Netz in der Straße liegt oder ausgebaut wird. Der Versorger gibt Auskunft über verfügbare Anschlusspunkte.

Funktioniert Fernwärme mit Fußbodenheizung?

Ja, und besonders gut. Niedrige Rücklauftemperaturen sind im Netz erwünscht und wirken sich häufig positiv auf die Abrechnung aus.

Wie wird in Mehrfamilienhäusern abgerechnet?

Der Zähler an der Übergabestation erfasst das ganze Gebäude, die Verteilung auf die Wohnungen erfolgt über Heizkostenverteiler oder Wärmemengenzähler.

Muss ich meine Heizkörper tauschen?

In der Regel nicht. Sinnvoll ist aber ein hydraulischer Abgleich, damit die Rücklauftemperatur niedrig bleibt.

Wir binden Fernwärme-Übergabestationen an bestehende Heizsysteme im Raum Fürstenfeldbruck an — inklusive Anpassung von Verteilung, Regelung und Warmwasserbereitung.

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