Zum Inhalt springen
Gebäudetechnik aus einer Hand
Zurück zu allen Ratgebern
Ratgeber

Heizkostenverteiler: ablesen, verstehen, abrechnen.

Wie Heizkostenverteiler funktionieren, was die angezeigten Einheiten bedeuten, wo der Unterschied zum Wärmemengenzähler liegt und was bei der Abrechnung zählt.

EST Gebäudetechnik1 Min. Lesezeit
Heizkostenverteiler: ablesen, verstehen, abrechnen

In Mehrfamilienhäusern muss der Wärmeverbrauch verbrauchsabhängig abgerechnet werden. Dafür sitzen an den Heizkörpern kleine Messgeräte: Heizkostenverteiler. Sie messen keine Kilowattstunden, sondern liefern Vergleichswerte zwischen den Wohnungen.

So funktioniert die Messung

Ein elektronischer Heizkostenverteiler erfasst die Oberflächentemperatur des Heizkörpers und die Raumtemperatur. Aus der Differenz und der Zeit errechnet er dimensionslose Einheiten. Diese Einheiten werden anschließend mit einem Faktor für Größe und Leistung des jeweiligen Heizkörpers bewertet — deshalb sind Zahlen verschiedener Wohnungen nur nach dieser Bewertung vergleichbar.

Heizkostenverteiler oder Wärmemengenzähler?

  • Heizkostenverteiler: sitzt am einzelnen Heizkörper, günstig nachrüstbar, liefert relative Einheiten.
  • Wärmemengenzähler: sitzt in der Vor- oder Rücklaufleitung einer Wohnung, misst tatsächlich abgegebene Wärme in Kilowattstunden, setzt aber eine wohnungsweise Verteilung voraus.

Bei Fußbodenheizungen und modernen Strangführungen ist der Wärmemengenzähler in der Regel die genauere und oft die einzig sinnvolle Lösung.

Was bei der Abrechnung zählt

Die Heizkosten werden aufgeteilt: ein Teil nach Wohnfläche, der übrige Teil nach erfasstem Verbrauch. Dazu kommen Kosten für Betriebsstrom, Wartung, Schornsteinfeger und die Messdienstleistung. Fernablesbare Geräte müssen zudem unterjährige Verbrauchsinformationen liefern.

Häufige Fragen

Warum habe ich hohe Einheiten trotz sparsamem Heizen?

Häufige Ursachen sind ein zu großer Heizkörper, eine ungünstige Lage der Wohnung oder ein fehlender hydraulischer Abgleich. Auch Möbel oder Verkleidungen vor dem Heizkörper verfälschen die Erfassung.

Darf ich das Gerät abmontieren?

Nein. Heizkostenverteiler sind plombiert; ein Eingriff gilt als Manipulation und führt zur Schätzung des Verbrauchs.

Wie oft müssen die Geräte getauscht werden?

Elektronische Geräte haben eine begrenzte Batterielaufzeit und werden üblicherweise nach etwa zehn Jahren ersetzt.

Wer trägt die Kosten der Geräte?

Miete oder Kauf der Messtechnik zählen zu den umlagefähigen Heizkosten und erscheinen in der Jahresabrechnung.

Für Eigentümer und Verwaltungen im Raum Fürstenfeldbruck übernehmen wir Montage, Tausch und Anbindung der Messtechnik — auf Wunsch zusammen mit dem hydraulischen Abgleich der Anlage.

Frage zum Thema?

Wir helfen persönlich.

Sie wollen Ihr Projekt von Profis übernehmen lassen? Wir kümmern uns um Ihre Gebäudetechnik — von der Planung bis zum Betrieb.