Die Wärmepumpe ist die zentrale Heiztechnik der Energiewende – und dank hoher Förderung für viele Haushalte günstiger als gedacht. Wir erklären, womit Sie 2026 rechnen müssen, wie Sie die Förderung ausschöpfen und worauf es bei der Planung im Bestandsgebäude ankommt.
So funktioniert eine Wärmepumpe
Eine Wärmepumpe entzieht der Umgebung – Luft, Erdreich oder Grundwasser – Wärme und hebt sie mit Strom auf ein nutzbares Temperaturniveau. Aus einer Kilowattstunde Strom werden je nach Anlage und Gebäude drei bis fünf Kilowattstunden Wärme. Diese Effizienz beschreibt die Jahresarbeitszahl (JAZ): Je höher sie ist, desto günstiger heizen Sie.
- Luft-Wasser-Wärmepumpe: am weitesten verbreitet, geringe Investitionskosten, einfache Nachrüstung.
- Sole-Wasser-Wärmepumpe (Erdwärme): höhere Effizienz, aber Bohrung oder Flächenkollektoren nötig.
- Wasser-Wasser-Wärmepumpe: sehr effizient, setzt geeignetes Grundwasser und Genehmigung voraus.
Was kostet eine Wärmepumpe?
Für ein typisches Einfamilienhaus liegen die Gesamtkosten einer Luft-Wasser-Wärmepumpe inklusive Einbau meist zwischen 25.000 und 40.000 Euro. Erdwärme-Anlagen kosten durch die Erschließung mehr. Entscheidend für die laufenden Kosten ist nicht der Anschaffungspreis allein, sondern wie gut die Anlage zum Gebäude passt.
Förderung 2026 über die BEG
Über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) wird der Heizungstausch beim selbstgenutzten Wohngebäude weiterhin stark bezuschusst. Die Bausteine lassen sich kombinieren:
- Grundförderung für den Tausch einer alten fossilen Heizung gegen eine Wärmepumpe.
- Klima-Geschwindigkeitsbonus für den frühzeitigen Austausch funktionierender alter Heizungen.
- Einkommensbonus für selbstnutzende Eigentümer mit niedrigerem Haushaltseinkommen.
- Effizienzbonus für besonders effiziente Anlagen, etwa mit natürlichem Kältemittel.
In Summe sind hohe Zuschüsse auf die förderfähigen Kosten möglich. Da sich Sätze und Höchstgrenzen ändern können, prüfen wir die aktuell für Sie geltende Konstellation vor der Beauftragung – damit Sie keine Förderung verschenken.
Eignet sich mein Haus?
Wärmepumpen arbeiten am wirtschaftlichsten bei niedrigen Vorlauftemperaturen. Gut geeignet sind Häuser mit Flächenheizung oder ausreichend großen Heizkörpern. In vielen Bestandsgebäuden genügen schon gezielte Maßnahmen – etwa der Tausch einzelner Heizkörper oder ein hydraulischer Abgleich –, damit die Anlage effizient läuft. Eine ehrliche Einschätzung vor Ort ist deshalb der erste Schritt.
Häufige Fragen
Funktioniert eine Wärmepumpe auch im Altbau?
Ja. Entscheidend ist die benötigte Vorlauftemperatur. Mit den passenden Heizflächen und einem hydraulischen Abgleich laufen Wärmepumpen auch in vielen unsanierten Bestandsgebäuden effizient.
Brauche ich zwingend eine Photovoltaikanlage dazu?
Nein, aber die Kombination senkt die Betriebskosten deutlich, weil Sie einen Teil des Stroms selbst erzeugen. Wie sich beides ergänzt, lesen Sie in unserem Ratgeber zur Sektorkopplung.
Wie lange dauert der Einbau?
Die reine Montage ist meist in wenigen Tagen erledigt. Mehr Zeit beanspruchen Planung, Förderantrag und – bei Erdwärme – die Erschließung.
Sie überlegen, im Raum Fürstenfeldbruck auf eine Wärmepumpe umzustellen? Wir planen die Anlage passend zu Ihrem Gebäude, übernehmen den Förderantrag und kümmern uns um die fachgerechte Installation.
